Samsung R780-Hero – erster Eindruck
Nachdem die Jungs von UPS letzten Dienstag / Mittwoch (vermutlich witterungsbedingt) bissl Katz und Maus mit mir gespielt haben, war es dann Mittwochmittag so weit und das Samsung R780-Hero wurde geliefert.
Mein erster Eindruck? Das Teil ist einfach geil!
Okay . okay,das ist jetzt vielleicht zwar zutreffend aber etwas zu pauschal definiert. Dann will ich mal ein wenig ausholen. Geliefert wird das R780 relativ unspektakulär und gut verpackt im Karton, der neben
dem Notebook lediglich das Akku und das Netz-/ Ladeteil sowie Garantie,Kurzanleitung und ein Putztuch beinhaltet.
Zu allererst war ich überrascht, wie angenehm leicht sich das R780 anfühlt.Tatsächlich ist das 17",3”-Notebook mit 2840g nur 300g schwerer als sein Vorgänger, ein Dell Studio 1555.
Was mir schon von Anfang an gefallen hat, ist das außergewöhnliche Design, das auf dem Body und auf dem Deckel zu finden ist. Gefertigt ist das Gehäuse aus Duracase,einem Material,das sich laut Samsung besonders kratzfest und fingerabdruckresistent verhalten soll.
Letzteres kann ich bestätigen,ersteres möchte ich lieber nicht ausprobieren sondern dem Zahn der Zeit überlassen.
Interessant auch die Taststur,die übrigens über einen seperaten Zehnerblock verfügt: Die Tasten sind einzeln in die Tastatur eingelassen.Sieht schick aus,funktioniert mit gutem Anschlag. Einzig der Anschlag der Leertaste ist (für mich) noch gewöhnungsbedürftig und mag manchmal nicht so wie ich will.
Das Touchpad ist eigentlich schon keines mehr, wenn man es mit denen von früher vergleicht. Es ist beim R-780 nicht mal mehr versenkt und ist optisch nur an einer feingerippten Beschichtung erkennbar erfühlbar. Als nettes Gimmick ist das Touchpad-Feld durch vier blaue LEDs beschränkt.
Insgesamt gefällt mir Haptik ist sehr gut und ich denke, dass es auch mit den Scharnieren bei normaler, pfleglicher Beanspruchung keine Probleme geben dürfte.
Die linke Gehäuseseite bietet die meisten Anschlüsse. Dort befinden sich neben dem Anschluß für das Kensington-Schloß und Stromversorgung die Anschlüsse für einen externen Monitor, LAN, HDMI, Express-Karte, Mikrofon und Kopfhörer.
Desweiteren befindet sich ein gemeinsamer eSATA/USB-Anschluß und ein chargeable USB-Anschluß, mit dem sich via USB-Kabel angeschlossene Geräte auch bei ausgeschaltetem Notebook aufladen lassen.
Da bleibt natürlich für die rechte Gehäuseseite nicht mehr viel übrig. Dort befindet sich lediglich das DVD / CD-Laufwerk und zwei weitere USB 2.0-Anschlüsse,so dass dem User am R780 insgesamt 4 USB-Anschlüsse zur Verfügung stehen
Ach ja, fast vergessen, an der Fronseite, ziemlich gut getarnt,verbirgt sich noch der Einschub für einen Multicard-Reader.
Das 17,3” LED Backlight-Display ist sehr scharf mit gutem Kontrast, die Auflösung von 1600x900px für meine Augen völlig ausreichend. Höher auflösend hätte ich vermutlich wieder mit der winzigen Schrift Probleme.
Und ja –das Display ist eines aus der Modellreihe “Schminkspiegel”, wobei ich jedoch den Eindruck habe, dass es nicht so sehr zu spiegeln scheint,wie das Display des Dell Studio.
Wie es sich bei direkter Sonneneinstrahlung verhält,konnte ich noch nicht ausprobieren.
Hm, ich denke, so von Außen bin ich durch, dann mal noch paar Zeilen zu den inneren Werten:
Dieser neue Intel® Core™ i5-520M-Prozessor ist mit 2,4 GHz getaktet und verfügt über 3 MB Cache. Eigentlich hielt ich den Core 2 Duo mit ebenfalls 2,4 GHz Taktfrequenz, den ich sowohl im Macbook Pro und im Dell Studio hatte, für ausreichend schnell gehalten. Aber weit gefehlt! Kein Vergleich zum i5. Da kommt echt Freude auf.
Zusammen mit 4096 MB DDR3 SODIMM Arbeitsspeicher und der NVIDIA® GeForce® GT 330M mit 1024 MB GDDR3 Speicher dürften da so schnell keine Engpässe entstehen. Die Festplattenkapazität bewegt sich mit 500 GB im guten Mittelbereich und genügt mir völlig.
Das Audiosystem überzeugt durch satten,vollen Klang. Fairer Weise muss ich sagen,nicht ganz so gut wie beim Macbook Pro, aber ganz nah dran. Und um Welten besser als beim Dell Studio 1555.
Audio ist aber auch schon das einzige,was beim R780 Geräusche macht. Im Normalfall hört man von diesem Notebook keinerlei Betriebsgeräusche.Null, nada,nichts!
Einmal hat sich der Lüfter durch sonores und leises Brummen bemerkbar gemacht. Das war, als ich den Leistungsindex feststellen wollte. Der liegt im übrigen bei 5,9 – für einen Mobilrechner ein Wert mit dem ich persönlich sehr gut leben kann.
Kurz zur Mobilität: Das Akku ist ein 6-Zellen Akku und soll laut Samsung im Mittel 4,4 Stunden durchhalten. Der Akkuszustand (Applelässt grüßen) kann direkt am Akku mittels LED-Anzeige abgelesen werden.
Die vollständigen Daten zum R780-Hero können hier eingesehen werden.
Abschließendes Fazit nach drei Tagen mit dem Samsung: Viel Notebook für knapp 1000 €. Leistung satt, schick verpackt und gut verarbeitet. Ich denke,ich werde länger daran meine Freude haben.
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Kommentare
Freut mich für Dich, dass Du so zufrieden bist.
Und für mich sind Deine Erfahrungsberichte und Blog die “Gefahr” vielleicht doch irgendwann wieder in die Win-Welt zurück zu switschen
Mike schrieb:
……..
Eine Frage hätte ich an Dich noch: Wie sieht es denn mit der Gaming-Tauglichkeit in der Realität aus? Was taugt der Grafikchip?
Ich bin zwar kein Hardcore-Gamer, aber ein bissl Anno1404 zocken im einsamen Hotelzimmer wär schon nicht schlecht…Danke im Voraus schonmal und viele Grüße
Mike
Hmmm, mit der Beantwortung dieser Frage hab ich jetzt ein echtes Problem, da ich selber überhaupt nicht spiele, auch keine Spiele auf dem Rechner habe. Kann dir nur berichten, dass selbst in Vollbildmodus via DVB-T-Stick fernsehen den Lüfter nur gelegentlich anlaufen lässt, beim Dell Studio war er nach kurzer Laufzeit auf Dauerbetrieb.
[...] einem ziemlich enthusiastischen Apple-Fan-Boy ist ein Samsung- und Dell-Notebook-User geworden, der Windows 7 zu seinem bevorzugten Lieblingsbetriebssystem [...]
Hi.
Ich bin hier über die Google Suche gestolpert. Ich habe das selbe Notebook seit Februar und diverse Sachen trüben leider meinen Genuß im Vergleich zu deinem Review.
Die Tastatur dieses Notebooks ist meiner Meinung nach ein Graus. Ich habe hier zum Vergleich ein Business Notebook LG R500 mit der “konventionellen” Tastatur und das Anschlagsgefühl respektive Wertigkeit sind viel Besser. Ein großes Problem bei der Samsung Tastatur, zumindest bei mir, sind die oberen Tasten. In der Mitte der Tastatur, also 6 7 8 und F8 lässt sich die ganze Tastaturmatte runterdrücken und die entsprechenden Tasten klappern demnach. Auch die Escape Taste. Bei dir auch oder habe ich ein Montagsmodell?
Das Display ist in keinster Weise kontrastreich. Mit 200:1 gehört es wohl eher zu der schwachen Kategorie und für ein modernes LED Display leider nur bedingt Grafiktauglich. Da sind die Macbooks sicherlich besser.
Auch ärgerlich: Bei so einem Highend Notebook erwarte ich ein Recovery DVD Set. Stattdessen verbraucht Samsung kostbaren Festplattenplatz mit der besch** Recovery Backup. Was hätte Samsung für ein Kostenproblem mit einer plumpen DVD.*kopfschüttel*
Bin mal auf deine Ergebnisse nach deiner ersten Zeit mit dem Gerät gespannt.
@ George
Danke für dein umfangreiches Statement. Ich habe jetzt grade mal meinen Tastatur gequält. Also deine Tastaturprobleme kann ich so nicht nachvollziehen, einzig die Leertaste schlägt manchmal nicht an; die hat einen etwas gewöhnungsbedürftigen Druckpunkt.
Unbestritten hat das Samsung im Vergelich zu Apple und Dell einen kurzen aber ziemlich harten Anschlag, mit dem ich aber ganz gut zurecht komme.
Bzgl. Display habe ich meinen subjektiven Eindruck wiedergegeben und der resultiert aus dem Vergleich mit meinem Macbook Pro17″ (noch nicht LED) und dem 15″ Dell Studio 1555-Display.
Bei diesem Dreiervergleich verliert das MBP sowohl im Bereich Helligkeit als auch beim Kontrast. Dell und Samsung sind hier ziemlich dicht beieinander.
Wie sich das Samsung-Display im Vergleich zum MBP der neuen Generation verhält,kann ich so nicht beurteilen. Da ich das Samsung lediglich privat einsetze, reicht mir das Display mehr als dicke.
Was die Recovery-Partition betrifft, gebe ich dir jedoch absolut recht.Mir schleierhaft wieso das keine “echte” DVD beiliegt.
Scheint aber große Mode zu sein. Mein Dell Studio 1555 hatte im August 2009 noch einen DVD beigelegt. Das Dell 11z im Oktober 2009 nicht mehr. Da gab auch ne Partition.
Ein e Kollegin von mit hat sich anfang 2010 ein 18″ HP-Notebook geholt,für knapp 1600 Euro und was hat es… einerecoverypartition.
Hi,
ich bin auch über das große G auf diesen post gestosen.
Ich bin am überlgen mir das Notebook zu zulegen.
Allerdings nur dann wenn ich auch OSX nutzen kann.
Hat es schon einer versucht?
Die Specs sind ja exterm ähnlich wie bim i5 Macbook Pro.
Wenn auch die Chipsätze ähnlich sind könnte das doch klappen?! ;D
Über Erfahrungen und etwas austausch wäre ich dankbar!
Gruß Spurlos
Huhu zusammen,
Ich mach es mal kurz und bündig. Einfach geniales Teil ! Gutes Display, schönes Disign, super super leise, und die Leistung ist einfach Klasse ! Ich als Gamer bin bisher sehr zu frieden ! Selbst aktuelle Spiele wie Devil May Cry 4, Wings of Prey oder Armed Assault 2 laufen ohne Probleme. Und gerade bei Arma 2 hat das schon was zu heißen =)
Alles in allem hat dieses Notebook meine Erwartungen mehr als Übertroffen.
Hey Eumel & Rest
Mein 780 war kurz nach dem Review hier bei der Werkstatt und siehe da, die Tastatur war wirklich ein Montagsmodell. Ein Austausch und alles war gut.
Das Display halte ich immer noch für gewöhnungsbedürftig. Als Referenz habe ich hier immer noch mein LG mit LCD und bietet a) einen besseren Betrachtungswinkel und b)einen viel angenehmeren Kontrast und das obwohl das Gerät schon 3 Jahre alt ist.
Die Atheros WLAN Card würde ich gerne gegen etwas Standardkonformes von Intel tauschen. Geht das bei dem Gerät problemlos? Ich mag gerne Marktstandards
Wegen Hackintosh. Müsste man mal die Iatkos S2 Distro probieren. Mit Gebastel sollte es sicherlich gehen.
PS:Diese Mode mit den Recovery Partitionen sollte man den Herstellen abgewöhnen. Schlimm.




Hi Eumel,
erstmal danke für die super kredenzten Informationen. Ich hatte dieses Notebook auch schon auf meiner Liste. Hat ja in verschiedenen Tests immer gut abgeschnitten (siehe z.B. notebookcheck oder im pc-magazin).
Eine Frage hätte ich an Dich noch: Wie sieht es denn mit der Gaming-Tauglichkeit in der Realität aus? Was taugt der Grafikchip?
Ich bin zwar kein Hardcore-Gamer, aber ein bissl Anno1404 zocken im einsamen Hotelzimmer wär schon nicht schlecht…
Danke im Voraus schonmal und viele Grüße
Mike