Bienchen gegen Spam
Jetzt habe ich ja gestern bissl über die Spamanhäufung in meinem Blog gemault. Prompt habe ich zwei interessante Tipps bekommen.
Zum einen hat mit der Marcus Disqus empfohlen. Liest sich erstmal nicht schlecht was da so an Gründen pro Disqus aufgeführt werden.
Wer mich nun aber etwas näher kennt weiß, dass ich zum einen ein unverbesserlicher Code-Legastheniker bin und zum anderen meine letzte Englischstunden so ca. 1972 stattgefunden haben muss.
Beides Dinge, die gegen den Einsatz von Disqus auf meinem Blog sprechen. Zudem habe ich gelesen, das der Import von rund 320 Kommentaren an die 16 Stunden gedauert hat. Da will ich gar nicht hochrechnen wie lange dann der Import meiner knapp 4200 Kommentare dauern würde.
Und vor allem möchte ich gar nicht an das worst case scenario denken, wenn beim Import was schief laufen würde.
Kurzum – so effektiv Disqus auch arbeiten mag, halte ich es für mich speziell doch eher weniger geeignet.
Und dann hat mir noch der Ad, jaaa richtig gelesen, der Admartinator der seit kurzem wieder aktiv bloggt, das WordPress-Plugin Antispam Bee empfohlen.
Also habe ich heute mal NoSpamNX deaktiviert, statt dessen dieses (deutschspachige) Antispam –Bee-Plugin heruntergeladen und in meinem Blog integriert.
Ich lasse mich mal überraschen und halte euch auf dem Laufenden.
Dem Ad und dem Marcus an dieser Stelle herzlichen Dank für eure Tipps!
WinRAR vs 7-Zip
Jetzt ist es soweit, jetzt bin ich doch schwach geworden! Ein gutes Packprogramm ist wichtig. Egal, welches Betriebssystem man einsetzt.
Und so habe ich mich letztes Jahr im Mai bei meinem Switch zurück zu Windows für den Open Source Packer 7-Zip entschieden, der eigentlich in den meisten Fällen seine Arbeit gut und zuverlässig verrichtet hat.
Probleme hatte ich, wenn man ein Downloadarchiv nicht korrekt heruntergeladen/beschädigt war. In diesen Fällen musste ich mir dann immer kurzfristig die Testversion von WinRAR herunterladen.
Denn WinRAR bietet die Möglichkeit, derartig beschädigte (Teil)Archive doch noch benutzbar entpackt zu bekommen, in dem man die Optionen ohne Bestätigung überschreiben und defekte Dateien behalten aktiviert.
Diese Möglichkeit bietet sich leider bei 7-Zip nicht. Jetzt befindet sich auf der aktuellen PC-Welt 03/10 WinRAR 3.8 als Vollversion und die Option, die aktuelle Version 3.91 für 20€ zu erwerben.
Mit dieser Option habe ich dann natürlich geliebäugelt und so musste ein Test her. Als Testobjekt diente eine 700MB große, in insgesamt 8 Teilarchive gestückelte und passwortgeschütze Datei.
Das Entpacken mit 7-Zip dauerte 1:14 Minuten. Nachdem WinRAR die gleiche Aufgabe in exakt 46 Sekunden erledigte, war für mich die Entscheidung klar - ab sofort wird bei mir auch mit WinRAR entpackt.
Zum einen war für mich die Option mit den beschädigten Teilarchiven entscheidend zum anderen die Geschwindigkeit, da ich doch relativ häufig mit großen Dateien arbeite.
Spam-Anhäufung
Bin ich eigentlich er einzige Wordpress-Blog der aktuell unter einer Häufung an Spam-Postings leidet? Okay, glücklicherweise tangiert es mich jetzt nicht wirklich, denn dank Sven Kubiaks fantastisch funktionierendem NoSpamNX-Plugin und dem Akismet-Filter wird der Mist erkannt und kann in einem Rutsch gelöscht werden.
Wenn ich mir vorstelle, ich müsste all den herausgefilterten Spam manuell sichten, aussortieren und löschen, sorry, aber dann wäre mir die Lust am Bloggen vermutlich schon seit geraumer Zeit vergangen.
Mir fällt halt nur auf, dass ich seit einigen Tagen mit aus Russland kommenden Fragenzeichen überhäuft werde.
Naja, ich geh mal davon aus, meine Spamfilter erkennen den Schrott weiterhin zuverlässig, aber bissl nervig ist das schon.
Chameleon-Glass für den Windows7-Desktop
Kein Thema, auch als ich noch Macuser war, hat mir der Glass-Look von Vista gefallen. Ganz klar. dass mir da nichts anderes auf den Windows7-Desktop kommt.
Die mit Windows Vista eingeführten, damals noch in die Sidebar gezwängten, Desktop-Gadgets mit denen sich diverse Betriebszustände des Rechners auslesen und anzeigen lassen uvm, sind nicht nur hilfreich und informativ, sie sehen meist auch noch gut aus.
Leider bäckt aber jeder Gadget-Autor so seine eigenen Brötchen, was einem homogenen Gesamteindruck eines, durch Gadgets aufgehübschten Desktop nicht grade förderlich ist.
Windows7-Nutzern, denen ein harmonisch abgestimmter Desktop wichtig ist, sei die Gadget-Sammlung Chameleon-Glass von gersma empfohlen.
Nach dem Entpacken der knapp 15 MB großen Zip-Datei erhält man ein Paket von satten 14 auf einander abgestimmter Gadgets im Glass-Look:
- Uhr
- Kalender
- Wetter
- Papierkorb
- CPU-Auslastung
- Netzwerk
- Shutdown
- Festplattenauslastung
- Notizen
- StreamingRadio
usw. die selbstverständlich einzeln und beliebig verwendet werden können. Die Stärke der Transparenz lässt sich in 20%-Schritten von 100% auf 20% herunter regeln.
iPad – nur neu oder auch richtungsweisend?
Gestern Abend war es so weit, egal wo man gestern im Internet blickte, Foren, Chats, Twitter, alles sprach vom Livestream zu Apples Keynote. Und dort wurde präsentiert, was der Flurfunk bereits orakelte - das iPad.
Mit dem iPad will Steve Jobs ein Konkurrenzprodukt zu den Netbooks bringen. Ob im das gelungen ist, möchte ich vorerst mal anzweifeln. Dieses mutierte iPhone wirkt, für mich, auf den ersten und auch auf den zweiten Blick, wie ein digitaler Bilderrahmen.
Okay, das iPad ist technisch gut ausgestattet, der Preis, naja, den finde ich jetzt weniger okay. Da kann es lange in den USA ab 499 Dollar angeboten werden. Üblicherweise werden die Dollarpreise 1:1 in Euro übernommen und dann gehen für ein iPad mit 64GB – Disk, WiFi und UMTS schon mal schlappe 830 Euro drauf.
iPad – so richtig innovativ ist das Teil dann aber nicht, oder ist man seit dem Ahhhh-Effekt, den das iPhone ausgelöst hat, ein wenig verwöhnt geworden?
Okay, dann schau ich mir einfach die technischen Daten mal näher an:
Das Display misst 9,7” (24,64 cm) im 16:9 Format und hat LED-Hintergrundbeleuchtung mit Hochglanzanzeige. Also hier spielt Apple absolut in der Netbook-Liga.
Mit 680 bis 730g wiegt Apples iPad im Mittel ca. 50% weniger als Netbooks. Wobei ich mich hierbei frage, ob und wie lange sich dieses 3/4-Kilo bequem und entspannt mit einer Hand halten lässt, den die zweite Hand brauche ich ja schließlich zum bedienen.
Der hauseigene Apple A4-Prozessor wird wohl leitungsmäßig genügen, ebenso wie der Arbeitsspeicher.
Die Akkulaufzeit soll bis zu 10 Stunden betragen, da sind einige Netbooks auch knapp dahinter.
Die Speicherkapazität von 16 bis 64GB halte ich jetzt nicht wirklich für zeitgemäss; wobei es sich hierbei vermutlich um einen Kompromiss handelt, den Apple eingehen musste um das iPad in einem akzeptablen Preisfenster anbieten zu können.
Mit was ich mich nun aber am allerwenigsten anfreunden kann, ist die virtuelle Tastatur.
Auch wenn mir jetzt die letzten Macianer, die hier meinen Blog noch lesen, vergraule, aber wie soll denn das gehen? Leute, ihr wollt mir doch bittedanke nicht erzählen, dass ich auf einer virtuellen Tastatur eine längere Mail, einen ordentlichen Blogeintrag geschweige denn ein umfangreicheres Textdokument tippen wollt?
Mein Notebook und mein Netbook, das stelle ich, egal ob auf der heimischen Couch oder einem Liegestuhl am Strand gemütlich auf meinen Oberschenkeln ab und kann ziemlich entspannt meine Texte tippen.
Lege ich jedoch das iPad “tippgerecht” ab, so kann ich vermutlich nichts sehen, weil’s ja flach liegt. Also mit einer Hand halten, mit der anderen tippen. Na da kommt keine Freude auf.
Ach ja, bei Gravis lassen sich alle technischen Details ansehen.
Mein Fazit nach der Vorstellung: Apple hat es geschafft, vorhandene Technik schick zu verpacken, aber unter Strich ist nichts revolutionäres herausgekommen, sondern vielmehr ein Gadget, das sicherlich eine schöne Spielerei ist, aber für den täglichen Effektiveinsatz wohl eher ungeeignet sein dürfte.
Klar, Apple wird das iPad verkaufen, aber ich bezweifle, dass es an den Erfolg des iPhone anknüpfen kann. Und ich bin gespannt, was als nächstes aus dem Hause Apple kommen und vor allem, wie das Produkt dann heissen, wird, denn erst iPod jetzt iPad, so langsam gehen die Vokale aus!



